A-Nord: Bohrungen unter der Ems fertiggestellt

Pressemitteilung von Amprion

Amprion zieht das letzte Kabelschutzrohr für die Gleichstromverbindung A-Nord und die beiden Offshore-Netzanbindungssysteme DolWin4 und BorWin4 unter der Ems ein.

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion zieht das letzte Kabelschutzrohr für die Gleichstromverbindung A-Nord und die beiden Offshore-Netzanbindungssysteme DolWin4 und BorWin4 unter der Ems ein.

Für den Bau der Gleichstromverbindungen wird die Ems bei Petkum und Pogum seit Dezember 2024 unterbohrt. Heute hat der Einzug des letzten Kabelschutzrohrs begonnen. Der Vorgang dauert in der Regel zwei Tage.

Auf einer Länge von 1.685 Metern und in einer Tiefe von 21 Metern unter der Ems-Sohle wurden insgesamt 14 Bohrungen im Horizontalspülbohr-Verfahren durchgeführt. Dafür kam eine Bohranlage mit einer Zug- und Druckkraft von 250 Tonnen zum Einsatz. Jeder Bohrvorgang dauerte etwa vier Wochen. Hierfür wurde jeweils eine Pilotbohrung durchgeführt, gefolgt von der Aufweitung der Bohrung und dem Einzug des Schutzrohrs. Die Energiekabel werden zu einem späteren Zeitpunkt eingezogen.

 

Integrierte Projektabwicklung

Der Bau von A-Nord wird nach dem sogenannten Modell der integrierten Projektabwicklung (IPA) durchgeführt. Amprion nutzt dieses innovative Vertragskonzept zum ersten Mal. Ein Konsortium von sechs Tiefbaufirmen (Bogenstahl Bauunternehmen GmbH, Bohlen & Doyen Bau GmbH, Heitkamp & Hülscher GmbH & Co. KG, Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH, Rohrleitungsbau Niederrhein GmbH, Klaus Stewering GmbH & Co. KG) und einem Planungsbüro (Fischer Teamplan Ingenieurbüro) baut die 300 Kilometer lange Erdkabeltrasse A-Nord.

A-Nord

Die etwa 300 Kilometer lange Gleichstromverbindung A-Nord soll zukünftig circa zwei Gigawatt an Windstrom aus dem Nordseeraum in Emden aufnehmen und nach Meerbusch-Osterath bei Düsseldorf bringen.

Weitere Informationen zum Projekt A-Nord finden Sie hier.

DolWin4 & BorWin4

Die beiden Offshore-Netzanbindungssysteme schließen Nordsee-Windparks an das Stromnetz an und verlaufen von Emden bis in den Raum Wietmarschen parallel zu A-Nord. Sie sollen zukünftig 1,8 Gigawatt Leistung nach Lingen bringen.

 

Pressekontakt:

Tanja Groß

Projektsprecherin

+49 1522 6201458

tanja.gross @ amprion.net