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WAB stellt auf dem Branchentag German Inland Campaign vor

Binnenkampagne für die Offshore-Wertschöpfungskette gestartet

Bremerhaven/Köln, 27. Juni 2019 — Die WAB hat auf dem Branchentag Windenergie NRW am 26. und 27. Juni in Köln die durch das EU-Projekt Inn2POWER unterstützte „German Inland Campaign“ vorgestellt. Die Kampagne hat das Ziel, die bundesweite Wertschöpfungskette der Offshore-Windindustrie in ihrer Sichtbarkeit zu unterstützen. Denn die Zulieferer sind durch Ihre Innovationen und spezialisierten Dienstleistungen das Fundament der Branche und leiden vermehrt unter dem Offshore-Ausbaudeckel. Die positiven Signale, die jetzt von der Wirtschaftsministerkonferenz in Bremerhaven ausgehen, sind für die Akteure der gesamten Wertschöpfungskette ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Die kürzlich vom Bremer Marktforschungsinstitut wind:research veröffentlichte Studie zeigt vor allem eines: Die Zuliefererkette der Offshore-Windindustrie erstreckt sich über das gesamte Bundesgebiet. Rund 24.500 Jobs hängen direkt von Offshore-Wind ab, auch Nordrhein-Westfalen oder Bundesländer wie Baden-Württemberg und Bayern profitieren von der noch jungen Wertschöpfungskette.

Von den reduzierten Ausbauzielen in Deutschland sind nicht nur Anlagenhersteller an der Nord- und Ostseeküste betroffen. Auch zahlreiche kleine und mittelständische Zuliefererbetriebe – verteilt über das gesamte Bundesgebiet – leiden unter den Konsequenzen der fehlenden sicheren Rahmenbedingungen und dem wenig ambitionierten Ausbauziel für die Windenergie auf See. WAB Interim-Geschäftsführerin Heike Winkler begrüßt daher das positive Signal der Wirtschaftsministerkonferenz in Bremerhaven: „Wir freuen uns, dass sich die Wirtschaftsminister der Bundesländer Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen auf der Wirtschaftsministerkonferenz in Bremerhaven für einen erhöhten Ausbau der Offshore-Windindustrie ausgesprochen haben.“

Und ergänzt: „Die German Inland Campaign unterstreicht die Bedeutung der deutschlandweit ansässigen KMUs für die Offshore-Wertschöpfungskette und die Energiewende. Ein starker Heimatmarkt ermöglicht diesen Unternehmen die Erschließung von Exportpotenzial und bietet die erforderliche langfristige Grundlage, weitere Arbeitsplätze zu schaffen. Wir fordern von der Berliner Politik deswegen ein klares Bekenntnis zur Offshore-Windindustrie, u.a. durch den im Koalitionsvertrag verankerten Sonderbeitrag. Dieser sollte bis zu 2 Gigawatt umfassen, um keine weiteren Arbeitsplätze in diesem zukunftsgerichteten Industriezweig Wind zu gefährden.“

Die WAB-Vorstandsvorsitzende Irina Lucke fügt hinzu: „Die WAB vertritt insbesondere die Interessen der kleinen und mittelständischen Unternehmen, die für die Offshore-Wertschöpfungskette enorm wichtig sind. Mit der German Inland Campaign wollen wir informieren und vor allem darauf aufmerksam machen, dass die Deckelung des Offshore-Ausbaus falsch ist und dringend korrigiert werden sollte.“

Der Branchentag Windenergie NRW fand am 26. und 27. Juni in Köln statt. Die Abendveranstaltung am 26. Juni stand im Zeichen der „German Inland Campaign“. Am zweiten Tag gab es nach zwei Impulsvorträgen von Dirk Briese von wind:research und Heiko Messerschmidt von der IG Metall Küste eine Podiumsdiskussion u.a. mit Prof. Dr. Josef Gochermann, Mitglied des Landesvorstandes CDU, Christian Jaffke von der Kraftwerksschule des VGB PowerTech e.V., Eric Effern von Windtest Grevenbroich sowie WAB Interim-Geschäftsführerin Heike Winkler. Zwei weitere Termine für die „German Inland Campaign“ sind in diesem Jahr geplant.

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