Offshore-Wind in der Ostsee mit großem Potenzial

Experten diskutieren Entwicklungspläne während der 5. WINDFORCE Baltic Sea Konferenz in Tallinn (Estland)

Tallinn, 08.02.2017 - Offshore-Windenergie hat sich zu einem wichtigen Thema in der Ostsee entwickelt. Die installierte Kapazität nimmt zu, die Kosten – wie kürzlich bei dem Projekt “Kriegersflak” gesehen – gehen herunter auf ein Level, das die Wettbewerbsfähigkeit von Windenergie im Vergleich zu anderen Energieerzeugungsarten bestätigt.  Und internationale Windpark- und Netzausbauprojekte treiben diesen Fortschritt voran. Mit mehr als 100 teilnehmenden Windenergieexperten liefert die jährliche WINDFORCE Baltic Sea Konferenz einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen in der Ostsee. Die zweitägige Konferenz fokussiert den Austausch von Erfahrungen und bietet einen einmaligen Einblick in die regionalen Herausforderungen. Nach den vorherigen Konferenzen in Schweden, Polen, Finnland und Dänemark ist die Baltic Sea die 5. Konferenz in Folge. Sie wird vom WAB e.V. organisiert und findet vom 8. bis 9. Februar in Tallinn (Estland) statt, einem Trendsetter in der Ostsee-Region.

Tatsächlich zeigen es insbesondere die Projekte in der Ostsee, wie gut die Länder zusammenarbeiten und wie hoch der Beitrag Offshore-Windenergie zur europäischen Stromversorgung beitragen können. “Die Erzeugung von Offshore-Windenergie könnte einen maßgeblichen Schub geben, um unsere Klimaziele kosteneffizient zu erreichen und unserer Stromversorgung zu decarbonisieren”, erklärte Kadri Simson, estländische Ministerin für Wirtschaft und Infrastruktur. “Estland, als das am wenigsten von ausländischen Energieimporten abhängige Land der EU, schreib der Unabhängigkeit von Energieimporten sehr hochen Wert zu. Die Entwicklung der Windenenergie hilft definitiv dabei, diese strategische Position zu behalten, während der Anteil von Kohlenstoff im Energiemix weiter reduziert wird”, so Simson weiter.

Die Masse der Offshore-Windenergie ist der Schlüssel für eine komplette Energiewende hin zu erneuerbaren Energien. “Es gibt keine Entschuldigungen mehr, es nicht zu tun”, betont Martin Kruus, Vorsitzender des Vorstands der Estonian Wind Power Association. “Die Tatsache, dass Windturbinen effizienter als je zu vor Energie produzieren, ist der größte Durchbruch nicht nur für die Erzeugung regenerativer Energie, sondern auch und vor allem für die lokale Wirtschaft. Dies ist eine neue Industrie mit hohem Wert, die in Europa geschaffen wird und die Ostsee spielt dabei eine wichtige Rolle”, ergänzt Kruus.

Der große Vorteil der Ostsee ist die geringere Entfernung der Windparks zur Küste und die geringere Wassertiefe als in der Nordsee. Moderate Seebedingungen bedeuten geringere Kosten für die Installation, Betrieb und die höhere Verfügbarkeit. Der erfolgreiche Startfür Offshore-Wind in der Ostseeregion erfordert Kooperation auf einem neuen Level. Ein gemeinsamer Markt, Infrastrukturen und Innovationen zusammen mit gemeinsamen Supportstrukturen sind essenziell, um dieses große Energiepotenzial zu heben. “Diese Konferenz ist ein wichtiger Schritt, um das zu erreichen. Es geht darum, die entscheidenden Aktuere in Wissenschaft, Politik und Wirtcshaft zusammen zu bringen”, sagt der Organisator der Baltic Sea und Geschäftsführer des WAB e.V., Andreas Wellbrock. “Da die Anzahl der installierten Windparks steigt, werden der Betrieb und der Service zu immer wichtigeren Faktoren. Mit den bisherigen Erfahrungen aus dem Service und dem Betrieb gilt es als nächsten Schritt nun die Kosten weiter zu optimieren – von Investitionen zum Betrieb”, so Wellbrock abschließend.

Über die WINDFORCE Baltic Sea

Die WINDFORCE Baltic Sea findet in jedem Jahr in einem anderen Ostseeanrainerstaat statt. Die Konferenz wird von dem Windenergienetzwerk WAB e.V. in Kooperation mit dem Baltic Sea Offshore Wind Forum, der Stadt Tallinn, estländischer, dänischer, finnischer, polnischer und schwedischer Wind Energy Association sowie 4energia UAB (Littauen) organisiert.

Über die Estonian Wind Power Association

Die estländische Wind Power Association (EWPA) wurde am 21. September 2001 gegründet. Sie vereint Unternehmen, Organisationen und einzelne Personen, die sich für das Potenzial der Windenergie interessieren. Heute hat die EWPA 22 Mitglieder – sowohl lokal als auch international.

Über die WAB
Der WAB e.V. ist das führende Unternehmensnetzwerk für Onshore-Windenergie in der Nordwest-Region und bundesweiter Ansprechpartner für die Offshore-Windenergiebranche. Dem Verein gehören mehr als 350 Unternehmen und Institute aus allen Bereichen der Windenergie-Industrie, der maritimen Industrie sowie der Forschung an.

Ana Belle Becké

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