OFFSHORE


Offshore-Windenergie – Fast so günstig wie Onshore

Aktuelle Entwicklungen in Europa zeigen, dass Strom aus Offshore-Windenergie heute schon fast so günstig ist wie Onshore-Windenergie. Während Letztere noch als die günstigste Form der Erzeugung regenerativen Stroms gilt, zeigen die Ausschreibungen in den Niederlanden und Dänemark, dass Offshore-Wind viel früher als gedacht die gleiche Größenordnung erreicht. Mit einem rekordverdächtigem Preis von 4,99 Cent/kWh hat sich Vattenfall kürzlich im 600-MW-Projekt "Kriegers Flak" in der dänischen Ostsee durchgesetzt (Pressemitteilung).

Dies unterstreicht den Trend, den auch Roland Berger in der kürzlich erschienenen Studie "Offshore wind power - Takeaways from the Borssele wind farm" aufzeigt. Demnach haben die Projekte Borssele I und II die Kostensenkungsziele von einst 40 Prozent bis 2020 schon jetzt mit 54 Prozent bei einem Preis von 8,7 Cent/kWh übertroffen.

Vattenfall setzt nun mit "Kriegers Flak" neue Maßstäbe. Es liegt 58 Prozent unter der ursprünglich veranschlagten Obergrenze und ist damit das bislang niedrigste Gebot für einen Offshore-Windpark weltweit. Offshore-Windenergie hat großes Potenzial, die tragende Säule in der Energieversorgung zu werden. Bis 2030 werden von Roland Berger für Europa 150 GW Offshore Windkraftkapazität und ein Umsatz von rd. 40 Mrd. Euro prognostiziert.